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Praxis & Wirtschaftlichkeit

Warum sind gute Geräte bei uns günstiger? Die ehrliche Antwort auf eine berechtigte Frage

Fachartikel · ca. 8 Minuten Lesezeit · Stand: Juli 2026 · Autor: René Pfister, dipl. Ing. HTL/FH, Exec. MBA

Warum gute Geräte bei Artmed günstiger sind — die ehrliche Antwort

Die kurze Antwort

Eine faire Frage — und die ehrliche Antwort lautet: Sie zahlen bei uns nicht weniger für ein schlechteres Gerät, sondern weniger für weniger Überbau. Ein grosser Teil des Preises namhafter Systeme steckt gar nicht im Gerät, sondern im Drumherum: stark provisionierte Aussendienstteams, internationale Messeauftritte, Hochglanzprospekte, lange Vertriebsketten und der Markenaufschlag. Das alles haben wir nicht — und geben die Ersparnis weiter. Die Substanz dagegen behalten wir voll: Dank weit fortgeschrittener Standardisierung können wir als technisch versiertes Unternehmen die Top-Komponenten selbst auswählen und in bewährte Gehäuse integrieren. Das Ergebnis ist eine gleichwertige, in Teilen sogar bessere Qualität — zu einem vernünftigen Preis. Der einzige «Haken»: Es ist eine Vertrauensfrage. Und Vertrauen muss man sich verdienen.

Die Frage ist berechtigt — und verdient eine ehrliche Antwort

«Wenn eure Geräte so gut sind — warum sind sie dann so viel günstiger als die grossen Marken?» Diese Frage hören wir oft, und wir nehmen sie ernst, denn sie kommt von Menschen, die schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass billig teuer werden kann. Genau deshalb beantworten wir sie offen, statt auszuweichen. Die kurze Version: Der Preisunterschied entsteht nicht am Gerät, sondern an allem, was um das Gerät herum bezahlt werden muss.

 

Wofür Sie bei den grossen Marken mitbezahlen

Der Verkaufspreis eines Lasersystems setzt sich aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen zusammen: der eigentlichen Technik — und dem Apparat, der nötig ist, um dieses Gerät zu vermarkten. Bei grossen Anbietern ist dieser zweite Teil beträchtlich:

  • Stark provisionierte Verkaufsteams: Aussendienstmitarbeiter grosser Firmen erhalten oft erhebliche Provisionen pro verkauftem Gerät — die zahlt am Ende der Kunde.
  • Internationale Messeauftritte: Präsenz an den grossen Fachmessen weltweit kostet jährlich enorme Summen. Ein eindrücklicher Stand ist schön — bezahlt wird er über den Gerätepreis.
  • Hochglanz-Marketing: aufwändige Prospekte, Kampagnen, Markenpflege.
  • Lange Vertriebsketten: Hersteller → Generalimporteur → Distributor → Kunde. Jede Stufe verdient mit.
  • Der Markenaufschlag selbst: Ein bekannter Name allein rechtfertigt am Markt einen Aufpreis — unabhängig davon, was im Gehäuse steckt.

Nichts davon macht das Gerät besser. Es macht es nur teurer. Und genau hier setzen wir an: Wir haben diesen Überbau nicht — keinen provisionierten Aussendienst, keine Weltmesse-Stände, keine Hochglanz-Maschinerie. Was wir dadurch sparen, geben wir weiter.

 

Wie wir trotzdem Top-Qualität liefern: Standardisierung und Komponentenwahl

Jetzt kommt der Teil, der die Frage wirklich beantwortet — denn Überbau weglassen erklärt einen tieferen Preis, aber noch nicht, wie die Qualität trotzdem stimmt. Der Schlüssel liegt in einer Entwicklung, die die Branche in den letzten Jahren verändert hat: die weit fortgeschrittene Standardisierung. Viele renommierte Hersteller fertigen heute auch als OEM — sie stellen ihre hochwertigen Module also auch anderen zur Verfügung. Weil Schnittstellen und Bauformen standardisiert sind, lassen sich verschiedene Lasermodule in dasselbe bewährte Gehäuse integrieren, unterschiedliche Arme montieren, Komponenten gezielt kombinieren.

Das bedeutet: Wir können bei der Zusammenstellung mitwählen, welche Komponenten zum Einsatz kommen — den Resonator, die Optik, den Arm, die Kühlung. Wir nehmen die guten Teile und lassen den Markenaufschlag weg. Das Resultat ist ein Gerät unter eigenem Brand oder ohne grossen Namen, das in seiner Substanz einem viel teureren System ebenbürtig ist — und weil wir die Komponenten bewusst auswählen, in einzelnen Punkten sogar besser sein kann.

 

Der entscheidende Faktor: technische Kompetenz

Und hier ist der Punkt, an dem sich Spreu und Weizen trennen — denn diese Möglichkeit steht theoretisch jedem offen. Man kann Komponenten zusammenstellen. Aber man kann es eben auch falsch tun. Wer ohne technisches Verständnis Module kombiniert, bekommt im besten Fall ein mittelmässiges, im schlechtesten ein gefährliches Gerät — man denke an die Wechselwirkung von Diodenleistung, Kühlung und Optik, über die wir in anderen Fachartikeln geschrieben haben. Die Standardisierung ist ein Werkzeug; ob daraus ein gutes Gerät wird, hängt von der Kompetenz dessen ab, der es führt.

Genau das ist unsere Grundlage: Als Elektroingenieur mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung im Prüfen, Vermessen und Warten von Lasersystemen kann ich beurteilen, welche Komponenten taugen und welche nicht — und ich messe nach, statt zu vertrauen. Diese Kompetenz ist der Grund, warum «günstig» bei uns nicht «riskant» heisst, sondern «ohne Aufpreis für Überflüssiges».

 

Wichtig: günstig heisst nicht «Discount-Import»

Damit kein Missverständnis entsteht — und das ist uns wichtig, weil wir vor genau diesem Missverständnis in anderen Artikeln warnen: Unser günstigerer Preis hat nichts mit den fragwürdigen Billig-Direktimporten zu tun, die man online findet. Der Unterschied ist fundamental. Beim dubiosen Import spart man am Überbau und an der Substanz: keine geprüfte Konformität, keine belegten Messwerte, kein Service, kein Ansprechpartner. Bei uns fällt nur der Überbau weg — die Substanz bleibt vollständig:

  • ordnungsgemässe CE- bzw. Medical-CE-Zertifizierung und Schweizer Konformität,
  • Service durch einen Techniker in der Schweiz, mit Ersatzgerät,
  • belegte Messwerte statt Prospektzahlen,
  • Schulung nach V-NISSG,
  • und ein Ansprechpartner, der auch in fünf Jahren noch da ist.

Wir sind also nicht «der billige Anbieter». Wir sind der Anbieter, der Ihnen die volle Qualität gibt, ohne Sie für Messestände und Provisionen mitzahlen zu lassen.

 

Am Ende ist es eine Vertrauensfrage — und dazu stehen wir

Seien wir ehrlich: All das können wir behaupten — überprüfen müssen Sie es. Genau deshalb legen wir unsere Karten offen auf den Tisch. Fragen Sie uns nach den Komponenten. Lassen Sie sich die Zertifikate zeigen. Verlangen Sie ein Messprotokoll. Kommen Sie zur Vorführung und bringen Sie ein Vergleichsangebot mit. Vertrauen entsteht nicht durch ein Versprechen, sondern durch Nachprüfbarkeit — und die bieten wir Ihnen bei jedem einzelnen Punkt.

 

Häufige Fragen (FAQ)

 

Sind günstigere Geräte automatisch schlechter?

Nein. Ein grosser Teil des Preises bekannter Marken steckt in Vertrieb, Messen, Marketing und Markenaufschlag — nicht im Gerät. Wer diesen Überbau weglässt, aber Top-Komponenten und volle Konformität behält, liefert gleichwertige Qualität günstiger.

 

Was bedeutet OEM in diesem Zusammenhang?

Viele renommierte Hersteller fertigen ihre Module auch für andere (OEM). Dank Standardisierung lassen sich diese hochwertigen Komponenten gezielt auswählen und kombinieren — man erhält die Substanz ohne den Markenaufschlag.

 

Wie unterscheidet sich Ihr günstiger Preis von einem Billig-Import?

Grundlegend: Beim Billig-Import fehlen Konformität, Messwerte, Service und Ansprechpartner. Bei uns fällt nur der Marketing- und Vertriebsüberbau weg — Zertifizierung, Schweizer Service mit Ersatzgerät, belegte Messwerte und Schulung bleiben vollständig erhalten.

 

Wie kann ich die versprochene Qualität überprüfen?

Verlangen Sie Zertifikate, ein Messprotokoll und eine Vorführung, und bringen Sie ein Vergleichsangebot mit. Seriöse Qualität hält jeder Prüfung stand — deshalb fordern wir Sie ausdrücklich dazu auf.

Rene´s Praxiserfahrung

Diese Frage ist mir persönlich die liebste im Verkaufsgespräch — weil sie mir die Chance gibt, ehrlich zu sein, und weil Ehrlichkeit hier verkauft. Ich erkläre den Leuten offen: Ihr bezahlt bei den grossen Marken zu einem erheblichen Teil deren Aussendienst, deren Messestände in Dubai und Las Vegas und deren Hochglanzbroschüren. Wir haben das alles nicht — ich sitze nicht an der Weltmesse, ich messe im Labor. Und weil die Standardisierung heute so weit ist, kann ich als Ingenieur die Komponenten selbst zusammenstellen, die ich für gut befinde, und den Markennamen weglassen. Ich habe auch schon erlebt, dass Kunden das erst nicht glauben wollten — bis sie unser Gerät neben dem doppelt so teuren Markengerät gesehen und gemessen haben. Am Ende ist es Vertrauen, und Vertrauen gebe ich nicht mit Worten, sondern mit Messwerten, Zertifikaten und einer offenen Vorführung. Wer bei mir kauft, zahlt für das Gerät — nicht für mein Reisebudget.

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Über den Autor

"René Pfister ist Elektroingenieur FH und Exec. MBA (Universität St. Gallen), Gründer der Artmed GmbH (seit 2002) und Dozent an der Laserschule Schweiz. Er unterrichtet nahezu alle Module des V-NISSG-Sachkundenachweises, ist Experte für Prüfungsabnahmen und Autor mehrerer Fachbücher über Lasertechnologie. Über die Laserschule Schweiz bildet er zudem Laserschutzbeauftragte aus — für Industrie, Pharma, Spitäler, Polizei und Bundesstellen. Er schult auf allen Gerätetypen und behandelt selbst — mit den Spezialgebieten Tattooentfernung, Permanent-Make-up-Entfernung und vaskuläre Läsionen. Denn nur wer die Behandlung aus eigener Hand kennt, kann sie glaubwürdig lehren. Seit über 20 Jahren steht Artmed für geprüfte, vermessene und persönlich betreute Lasersysteme im Schweizer Markt."

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